Start Herbstabschluss 16.10.10

Herbstabschlussübung 2010

 

Verletzte aus den Flammen befreit


Löschzug Polsum bewährt sich bei der Herbstabschlussübung / Schlachthaus brennt und Bauer ist verschollen


Das Schlachthaus auf dem Bauernhof Tiemann brennt, der Bauer ruft die Freiwillige Feuerwehr. Als der Löschzug eintrifft, dringt dichter Qualm aus dem Gebäude. Vom Bauer keine Spur, nur ein angelassener Traktor steht mitten auf dem Hof. Schnelles, überlegtes Handeln ist gefragt - auch wenn es nur eine Übung ist.

Das Konzept und Szenario dieser Herbstabschlussübung haben Oberbrandmeister Oliver Kunze und Unterbrandmeister Bernd Schulz entwickelt: Im Schlachthaus hat eine Maschine Feuer gefangen. Der Bauer will, nachdem er die Feuerwehr gerufen hat, mit dem Traktor Güllewasser zum Löschen holen. Anderes Wasser gibt es nicht. Im Gebäude sind drei Menschen in den "Flammen" gefangen. Die Feuerwehrmänner müssen sie erst noch finden und das Schlachthaus systematisch durchkämmen.

Die Nebelmaschine sorgt für soviel Rauch, dass nichts zu erkennen ist. Die Verletzten sind in einem Raum, den die Feuerwehrleute nur betreten können, wenn sie den Fluchtweg von innen schließen. Ein voll beladener Heuwagen vor dem Gebäude muss ebenfalls beiseite geschoben werden. Und dann ist da noch der Bauer, der verschollen bleibt - ihn entdecken die Kameraden hinter dem Hof an der Pumpe. Er war vor Aufregung gestürzt und hat das Bewusstsein verloren.

Eine Stunde später ziehen Löschzugführer Stefan Röhling und Oberbrandmeister Oliver Kunze zufrieden Bilanz: "Die Männer haben die Verletzten im Schlachthaus sehr früh entdeckt und geborgen." Einer der Feuerwehrleute ist im brennenden Gebäude bewusstlos geworden, damit das Rettungsteam ebenfalls noch zum Zuge kommen konnte. Es steht immer am Feuerwehrauto einsatzbereit um die eigenen Leute zu retten. "Wenn es wirklich mal brennt, müssen wir uns schließlich auf alles gefasst machen" erklärt Stefan Röhling. Nur den Bauer haben die Männer erst nach zehn Minuten gefunden - "etwas zu spät", sagt Oliver Kunze.

Damit alles so echt wie möglich wirkt, haben er und Bernd Schulz das Konzept bis zum Schluss geheim gehalten. Wohin sie fahren müssen, haben die Feuerwehrmänner erst beim eingegangenen "Notruf" erfahren. Sie wussten auch nicht, was sie auf dem Bauernhof erwarten würde. Eigene Mitglieder simulieren die Verletzten, der Bauer war eine lebensgroße Puppe. Im Ernstfall wäre noch ein Rettungswagen dabei gewesen.

 

 

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Quelle: Marler Zeitung vom 18.10.2010, Autor Sheila Patel