Start Herbstabschluss 15.10.11

Herbstabschlussübung 2011

 

Schnelle Rettung aus den Flammen


Freiwillige Feuerwehr Polsum übt mit Erfolg für den Ernstfall


"Kommen Sie schnell! Die Scheune brennt, und ich glaube, die Kinder sind noch drin!" - Dieser Notruf eines verängstigten Bauern geht um 15.22 Uhr bei der Freiwilligen Feuerwehr Polsum ein. Sofort sind die Feuerwehrleute bereit und rücken aus: Jetzt zählt jede Sekunde!

Bei der Herbstabschlussübung probt der Polsumer Löschzug den Ernstfall und muss während des Einsatzes einige Schwirigkeiten bewältigen. Diese meistern die Feuerwehrleute zur Freude der Zugführer mit Bravour.

Schon bei der Fahrt zum Einsatzort müssen sich die Männer voll konzentrieren. Die sehr schmalen Wege zum Hof Ostgathe sind nicht gerade für die breiten Feuerwehrautos ausgelegt. Trotzdem sind alle Züge schnell auf dem Hof und können die Lage vor Ort erkunden.

Augenblicklich ist dem Einsatzleiter Werner Powierski die Situation klar: Die große Scheune brennt, vermutlich befinden sich drei kleine Kinder in den Flammen. Nun heißt es für die Feuerwehrleute: handeln! Auch die Schwirigkeiten, die Feuerwehrmann Stefan Röhling für die Übung eingebaut hat, sind schnell erkannt: "Da der Hof etwas abgelegener liegt, ist nicht genug Wasser in der Nähe. Der Hydrant an der Straße reicht nicht, um genug Wasser zur Scheune zu pumpen."

Aber auch dafür hat der Einsatzleiter eine Lösung. Seine Männer transportieren eine mobile Pumpe zum nahe gelegenen Bach. Dort stauen sie das Wasser und nutzen die Natur, um das simulierte Feuer in der Scheune zu löschen.

Parallel dazu ziehen sich andere Feuerwehrleute die Schutzkleidung an. Die Scheune ist durch eine Nebelmaschine so verqualmt, dass man drinnen seine Hand vor den Augen nicht mehr sieht. Im Ernstfall wäre der Rauch lebensgefährlich für die Retter.

Ohne etwas zu sehen, erkunden die Männer auf Knien die Scheune und tasten nach den gefährdeten Personen. So entdecken sie die drei Kinder und tragen die Kleinen aus der Scheune. Für Joshua (7), der für die Übung ein Opfer spielt, ist es sehr spannend, von echten Feuerwehrmännern gerettet zu werden: "Da oben hat man nichts mehr gesehen. Toll, dass sie mich trotzdem gefunden haben."

Gasflasche droht zu explodieren.

Auch in der Scheune finden die Feuerwehrleute sofort die Gefahr, die Stefan Röhling im Dachboden der Scheune versteckt hat. Denn in einem Ernstfall müssen die Retter immer auf alles achten, um die Gefahren, die durch das Feuer entstehen, einzudämmen: In der Nähe des Brandherdes befindet sich eine Gasflasche, die bei der Hitze leicht explodieren könnte. Deshalb wird auch diese aus der Scheune geholt und aus der Gefahrenzone gebracht

Jeder freiwillige Feuerwehrmann weiß genau, welche Aufgabe er übernehmen muss. So funktioniert der Löschzug Polsum einwandfrei. "Es hat alles super geklappt", freut sich der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Polsum: "Heute haben wir gezeigt, dass wir das können. Wir sind für den Ernstfall gerüstet!"

 

 

Weitere Bilder siehe Bildergalerie.

 

Quelle: Marler Zeitung vom 17.10.2011, Autor Nadine Nösler