Start Herbstabschluss 19.10.13

Herbstabschlussübung 2013

 

Feuerwehrleute zeigen Qualität


Herbstübung in Frentrop mit Bravour gemeistert


Aus der Werkstatt und dem Sozialraum der Firma Büning und Weimann an der Schachtstraße in Frentrop quillt dichter Rauch. Die Feuerwehr ist alarmiert worden, aber der Anrufer kann den herbeigeeilten Blauröcken keine Details über die Situation im Gebäude machen. Beruhigend: Das alles ist nur eine Übung.

Beim angenommenen Ernstfall steht fest: Aus dem Inneren sind Hilferufe zu hören. Der Löschzug Polsum muss also so schnell wie möglich in die Räume, um den oder die Verletzten zu bergen. Jetzt darf nichts schief gehen. Das weiß auch Werner Powierski, der den Einsatz leitet.

Der Qualm ist künstlich erzeugt worden, die vier Verletzten simulieren nur - die Freiwillige Feuerwehr aus dem Dorf absolviert ihre Herbstabschlussübung. Löschzugführer Stefan Röhling, der sich das Szenario mit Carsten Ratajczak und Bernd Schulz ausgedacht hat, beobachtet wie die Zusammenarbeit zwischen gut 30 Kameraden plus Jugendwehr funktioniert.

"Wir dürfen sehr zufrieden sein", lautet Röhlings Urteil wenige Minuten nach dem offiziellen Ende der Übung. "Es gibt nur einige kleine Sachen, die wir in Ruhe ansprechen müssen."

Ein Pluspunkt: Die beiden Feuerwehrleute, die unter Atemschutz in das verqualmte Gebäude vorrücken, haben ein gutes Näschen und finden schnell den ersten Verletzten.

Außerdem schleppen sie zügig eine Acetylenflasche als möglichen Gefahrenherd nach draußen. Stellvertretender Löschzugführer Werner Powierski koordiniert das weitere Vorgehen der Wehrmänner, die mit vier Fahrzeugen aus Polsum auf das Firmengelände der beiden Wehrleute Peter Büning und Ludger Weimann gekommen sind.

Schaulustige bleiben ganz entspannt.

Da die Wasserversorgung auf dem Land Probleme bereitet, wird bei der Übung nur mit dem Vorrat aus den Wagentanks gearbeitet. "Im Ernstfall", sagt Stefan Röhling, "hätten wir das Wasser von der anderen Seite der B 225 hierher geleitet."

Diesmal wird auf die zeitweise Sperrung der viel befahrenen Straße verzichtet. Beim echten Einsatz würde mit einer Brücke gearbeitet, die die Kollegen aus Alt-Marl einsetzen und die den Verkehr nur beim Auf- und Abbau beeinträchtigt.

Was sonst noch anders ist als im Ernstfall: Die Schaulustigen verfolgen den Einsatz aufmerksam, aber entspannt. Sie haben in Erfahrung gebracht, wo geübt wird. "Wir sagen gern weiter, wo wir das tun. Wenn die Familien dabei sind, ist das auch so etwas wie Nachwuchswerbung", begründet der Löschzugführer.

Im Unterschied zu den "richtigen" Einsätzen wird die Jugendfeuerwehr in die Übung integriert. "Nur zu Trainingszwecken", stellt Stefan Röhling klar. Bei der Bergung eines Verletzten zeigen die 16 Nachwuchskameraden ihr Potenzial. Doch im Vergleich zu den erwachsenen Blauröcken fehlt es Ihnen deutlich an Erfahrung.

Der Löschzugführer betont, "dass das Übungssache ist". In der Stadt Marl sind übrigens im Ernstfall grundsätzlich nur volljährige Feuerwehrleute zugelassen.

Das auf den Löschzug Polsum Verlass ist, weiß Stadtbrandmeister Peter Blomtrath aus Erfahrung. Gemeinsam mit ihm verfolgt Stadt-Vertreter Klaus-Peter Lauche die Übung. Vor Ort ist auch die Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr, angeführt von den früheren Zugführern Hubert Röhling und Hubert Huthmacher.

 

Bilder siehe Bildergalerie.

 

Quelle: Marler Zeitung vom 22.10.2013, Autor Jochen Sänger