Start Herbstabschluss 18.10.14

Herbstabschlussübung 2014

 

Jede Sekunde zählt


Bei Herbstabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Polsum brennt eine Scheune


Um 16.12 Uhr geht der Alarm bei der Kreisleitstelle der Feuerwehr ein. Ein Scheunenbrand in der Frentroper Straße 61. Vier Menschen sind von Flammen eingeschlossen. Bereits wenige Sekunden später erklingen die Sirenen der Feuerwache Polsum, die zum Einsatz rufen. Nun muss sich die Stammwehr schleunigst bereit machen und mit den Löschzügen ausrücken, um den Brand zu löschen - jede Sekunde zählt.

16.21 Uhr: Drei große Löschzüge und zwei Kleintransporter treffen am Einsatzort ein. Dicke Rauchschwaden dringen aus dem Inneren der Scheune und behindert bereits im Freien die Sicht, trotz des sonnigen Oktobernachmittags.

Einsatzleiter Werner Powierski verschafft sich einen Überblick über die Lage und teilt die Zugführer und ihre Mannschaften für den Einsatz ein. Ein Teil der Feuerwehrmänner soll sich Zugang zur Scheune durch den Fronteingang verschaffen, ein weiterer ist für die Installation der Löschschläuche zuständig. Zusätzlich steht ein Team für den Notfall bereit, um verunglückte Kollegen zu bergen. Oberste Priorität hat jedoch die Rettung der Verletzten aus der brennenden Scheune.

In einer präzisen Choreografie legen einige Männer ihre Atemmasken an, während andere die Schläuche ausrollen und die Wasserversorgung sichern. Währenddessen ist die Mannschaft der Jugendfeuerwehr damit beauftragt, einen kleinen Brand auf der Wiese hinter der Scheune zu löschen.

Kurze Zeit später begibt sich der erste Trupp ins Gebäude und kämpft sich durch den dicken Rauch, der keine Handbreit Sicht erlaubt. Doch schon hier stellt sich den Männern das erste Hindernis in den Weg: Das Scheunentor ist verkeilt und lässt sich nur einen kleinen Spalt weit öffnen, gerade so weit, dass sich die Feuerwehrleute einzeln in die Scheune zwängen können.

Bereits nach wenigen Augenblicken haben die Männer das Problem gelöst und öffnen das Scheunentor ganz, sodass sich der Rauch etwas lichten kann und sie bessere Sicht erhalten. Kurz darauf tragen die Einsatzkräfte den ersten Verletzten aus der Scheune. Nach gut einer halben Stunde ist der Brand gelöscht und alle Verletzten sind geborgen.

Hydranten liegen weit auseinander

Zum Glück war all das nur eine Übung zum Anlass des Herbstabschlusses der Freiwilligen Feuerwehr Polsum. Dabei handelt es sich um einen alljährlichen Übungseinsatz unter realen Bedingungen, der bereits seit vielen Jahren eine feste Tradition der Polsumer Feuerwehr ist. Ziel der Übung ist es, die Einsatzbereitschaft der Stammwehr zu überprüfen und der Jugendwehr die Möglichkeit zu geben, sich in einer realistischen Situation zu erproben. Stefan Röhling, der Löschzugführer, zog ein positives Fazit der Übung, die unter schwierigen Bedingungen stattgefunden hat, denn die Wasserzufuhr durch Hydranten ist in Frentrop nur sehr schwer zu bewerkstelligen: Sie liegen sehr weit auseinander und der nötige Druck für das Löschwasser kann nur schwer aufgebaut werden.

 

Bilder siehe Bildergalerie

 

Quelle: Marler Zeitung vom 20.10.2014, Autor Robin Kauschat