Start Herbstabschluss 17.10.15

Herbstabschlussübung 2015

 

Feuer gelöscht, Verletzte gerettet


Bei der Herbstabschlussübung beweist die Feuerwehr Polsum, dass sie für den Ernstfall bereit ist


Es brennt in den eigenen vier Wänden, eine Horrorvorstellung. Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, übt die Freiwillige Feuerwehr Polsum und die Jugendfeuerwehr immer am 3. Samstag im Oktober. In diesem Jahr wurde ein Brand während Renovierungsarbeiten auf der Rottstraße simuliert.

Um 15.39 Uhr klingeln verschiedene Handys durcheinander "und da geht es los" sagt der Löschzugführer Stefan Röhling. Kurz zuvor hat sein Stellvertreter Werner Powierski den Notruf abgesetzt. Heute ist zwar allen klar, es handelt sich nur um eine Übung, trotzdem kommen nur ein paar Sekunden später die Ersten an der Wache an. In wenigen Minuten sind alle bereit und sieben Fahrzeuge machen sich unter Einsatz des Martinhorns auf den Weg zum Einsatzort.

Dort angekommen machen sich alle an die Arbeit. Von außen sieht das Gewusel wenig koordiniert aus, doch schon nach kurzer Zeit werden die ersten Personen geborgen und versorgt. Insgesamt werden während der Übung sieben Personen aus dem brennenden Haus gerettet. Allerdings brennt das Gebäude nicht wirklich. Nebelmaschinen räuchern es voll, um den Brand zu simulieren. Auch sind in dem Haus nicht nur echte Menschen, die gerettet werden wollen. Vier Personen sind nur Dummys. Eine Puppe wiegt dabei zwischen 70 und 80 kg und muss von den Männern mit Atemmaske durch das Haus getragen werden. "So eine Übung ist natürlich dafür da, den Ernstfall zu proben, aber auch um Verschiedenes auszuprobieren", sagt Stadtbrandmeister Hubert Huthmacher. Also wird kurzerhand ein Luftkissen aufgebaut, sodass eine Puppe aus dem ersten Stock "springen" kann.

Auch die Jugend macht mit

Aber nicht nur die Großen üben heute, auch die Jugendfeuerwerhr ist dabei. Auch sie retten eine Person. "Sie hatte den Kopf verletzt, also mussten wir sie auf einer Liege aus dem Gefahrenbereich tragen und versorgen", erzählt Gregor Surmann.

Um 16.16 Uhr kommt Entwarnung: der Einsatz ist beendet. "Alle waren motiviert, ich bin zufrieden", resümiert Stefan Röhling, auch wenn die Wasserversorgung am Anfang etwas schwierig war. "Am liebsten hätte ich einen Hydranten an jeder Ecke, dann wäre das kein Problem", fügt er lachend hinzu, denn bei der Übung war der nächste Hydrant etwa 300 Meter entfernt.

Abends setzten sich dann alle zusammen und feiern die erfolgreiche Herbstabschlußübung mit selbst gemachten Bratwürstchen, Sauerkraut und Kartoffelpüree. Das ist in Polsum eine Tradition, die wohl auch nächstes Jahr fortgesetzt wird.

 

Bilder siehe Bildergalerie

 

Quelle: Marler Zeitung vom 19.10.2015, Autorin Diana Langer