Start Herbstabschluss 15.10.16

Herbstabschlussübung 2016

 

Im dichten Qualm Opfer finden


Herbstabschlussübung der Polsumer Feuerwehr stellt Brand in einer Maschinenhalle nach


Um Punkt 16 Uhr begann am Samstagnachmittag die Herbstabschlussübung der freiwilligen Feuerwehr Marl Polsum. Mit vier Fahrzeugen fuhren die Feuerwehrmänner zum Gelände der Baumaschinen-Vermietung Vortmann an. Ihre Aufgabe: den Ernstfall unter realitätsnahen Bedingungen üben.

Was auf die Feuerwehrleute zukommen sollte, wussten die knapp 40 Mitglieder der Stammwehr und die 14 Jungen aus der Jugendfeuerwehr zunächst noch nicht. "Die Einsatzlage und der Ort sind vorher für die aktiven Teilnehmer der Übung nicht bekannt", erklärte Werner Powierski, der stellvertretende Löschzugführer.

In einer komplett vernebelten Werkstatthalle galt es drei Vermisste zu bergen, die durch Dummies dargestellt wurden. Außerdem machten sich zwei Jungen am Fenster eines Aufenthaltsraumes bemerkbar. Sie wurden nach Eintreffen der Feuerwehrleute sofort betreut und durch die Jugendfeuerwehr gerettet.

Der dichte Qualm erschwerte die Rettung der Vermissten in der Halle jedoch erheblich. Außerdem sei eine Werkstatt ein Einsatzort, der im Ernstfall viele Gefahren berge. So könnten zum Beispiel Gasflaschen explodieren oder Maschinen die Rettung der Menschen blockieren, erklärte Sebastian Winkel. Zusammen mit Henrik Powierski hatte er die Übung geplant und vorbereitet. Ihre Kameraden stellten sie dabei vor ein paar Herausforderungen. Zunächst waren zum Beispiel die Hydranten für die Wasserversorgung zugeparkt. So mussten die Feuerwehrleute erst den Fahrer des Fahrzeuges ausfindig machen.

Nachdem die Atemschutzträger schließlich alle Vermissten geborgen hatten, standen sie vor einem neuen Problem. Einer der Feuerwehrleute im Gebäude kollabierte. So musste der Sicherheitstrupp, der genau für solche Situationen anwesend ist, einen eigenen Kameraden retten. Diese Situation hatten sich Sebastian Winkel und Henrik Powierski überlegt, damit jeder der anwesenden Feuerwehrleute etwas zu tun hatte. Nachdem auch diese Rettung erfolgreich abgeschlossen war, begannen die Aufräumarbeiten.

Löschzugführer Stefan Röhling bedankte sich zum Schluss bei Reinhold Vortmann dafür, dass er das Gelände für die Übung bereitgestellt hatte. Der Löschzugführer war zufrieden mit dem Ablauf der Übung und der großen Teilnahmebereitschaft seiner Kameraden. Auch Sebastian Winkel und Henrik Powierski lobten: "Bei der Vorbereitung macht man sich einen Plan, wie die Übung ablaufen sollte, und das hat auch geklappt.

Nach der Übung folgte dann noch ein gemütliches Beisammensein im Gerätehaus. "Am Donnerstag hat der Vorstand gewurstet, gestern haben die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung Kartoffeln geschält. Heute essen wir mit unseren Frauen, die das Essen jetzt vorbereiten, unsere selbst gemachten Würstchen", verriet Werner Powierski.

 

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Quelle: Marler Zeitung vom 17.10.2016, Autorin Delia Kühler