Start Herbstabschluss 21.10.17

Herbstabschlussübung 2017

 

Der "Ernstfall" war ein Test


Herbstabschlussübung der Polsumer Feuerwehr / Anwohner beschwert sich über Einsatzwagen


Um 16 Uhr ging bei den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Polsum am Samstag der Alarm los. In der "Getränkewelt" gab es eine Verpuffung. Als die Kameraden beim Einsatzort eintrafen, war alles voller Rauch. Was nach einem realen Einsatz aussah, entpuppte sich für die Feuerwehrleute als gestelltes Szenario für ihre Herbstabschlussübung.

Alles sollte so real wie möglich sein. Nach einer Verpuffung im hinteren Bereich des Getränkemarkts gab es eine große Rauchentwicklung, die durch Disconebel erzeugt wurde.

Im Inneren des Gebäudes befanden sich noch Personen, die es zu retten galt. Zunächst informierten sich Zugführer Stefan Röhling und die drei Gruppenführer nach der Ankunft über die Einsatzlage. Eine Herausforderung am Einsatzort waren die engen Straßen und der kleine Hinterhof des Getränkemarktes. Die Feuerwehrleute mussten schauen, wie sie mit dem überschaubaren Platz zurechtkamen.

Für die Retter war das kein Problem. Für einen Anwohner hingegen schon: Obwohl die Nachbarschaft über die Übung informiert war, beschwerte er sich darüber, dass die Löschfahrzeuge die Straße blockierten. Aber: Leben retten geht vor - egal, ob im realen Einsatz oder während einer Übung.

Also ging der Angriffstrupp mit einem Schlauch in das Gebäude, um mögliche Brandherde zu löschen.


Kind mit Mutter geborgen

"Die Menschenrettung geht immer vor, soweit es die Situation zulässt", erklärte Werner Powierski, stellvertretender Löschzugführer. Im Gebäude fanden die Retter eine verletzte Frau.

Mit einer sogenannten Fluchthaube wurde sie aus dem Gebäude gebracht. Zudem retteten die Feuerwehrleute weitere Personen, die durch Dummies dargestellt wurden, darunter auch ein Kind mit Mutter. In dem vorbereiteten Szenario mussten die Retter beide vom Dachboden bergen.

Der Sicherungstrupp barg einen Kameraden, der sich beim Einsatz im Inneren des Gebäudes verletzt hatte. Auch die Jugendfeuerwehr war gefordert.

Im linken Teil des Gebäudes absolvierte sie die gleiche Übung. Mit nachgebauten Atemschutzgeräten betraten die jungen Feuerwehrleute das Gebäude und retteten die Personen, die sich in seinem Inneren befanden. Bevor sie das Gebäude jedoch betreten konnten, mussten sie sich den Schlüssel von einem der Mitarbeiter geben lassen.

Der rettete sich vor dem Eintreffen der Feuerwehr. Am Ende der Übung zog Löschzugführer Stefan Röhling ein Resümee. "Alles hat gut geklappt.“ Auch Stadtbrandmeister Rainald Pöter war zufrieden: "Es hat Spaß gemacht, so eine starke und gut organisierte Truppe zu sehen.“ Sein Dank galt auch den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, die auf Nachwuchs-Suche sind.

Interessierte Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren sind bei den Jugendfeuerwehren in Marl willkommen. Gruppen gibt es in Alt-Marl, Lenkerbeck, Hamm, Sinsen und Polsum.

 

Bilder siehe Bildergalerie

 

Quelle: Marler Zeitung vom 23.10.2017, Autorin Delia Kühler